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Onkel Uwes Traum-Projekte


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Historisches: Epiphaniasfest
Bolle schreibt "Die heiligen drei König' mit ihrem Stern,
sie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern;
sie essen gern, sie trinken gern,
sie essen, trinken und bezahlen nicht gern.
Die heilgen drei König' sind gekommen allhier,
es sind ihrer drei und sind nicht ihrer vier;
und wenn zu dreien der vierte wär,
so wär ein heilger drei König mehr."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Könige ...
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Geschrieben von Onkeluwe am Wednesday, 06.January. @ 00:00:00 CET (135 mal gelesen)
(mehr... | 1572 mehr Zeichen | Kommentare? | Historisches | Punkte: 0) |
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Gruseliges: Parabel
Bolle schreibt "Jüngst traf ich einen alten Mann
Und hub ihm vorzusingen an,
Doch an den Mienen des Gesichts
Bemerkt’ ich bald, er höre Nichts.
Da dachte ich: der Greis ist taub,
Drum wird dein Lied des Windes Raub,
So tu ihm denn, nicht durch den Mund,
Durch Zeichen Dies und Jenes kund."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Irrenden ...
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Geschrieben von Onkeluwe am Saturday, 07.November. @ 00:00:00 CET (179 mal gelesen)
(mehr... | 1296 mehr Zeichen | Kommentare? | Gruseliges | Punkte: 0) |
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Blödsinniges: Beruf des Storches
Schnüffelmaus schreibt "Der Storch, der sich von Frosch und Wurm
An unserm Teiche nähret,
Was nistet er auf dem Kirchenturm,
Wo er nicht hingehöret?
Dort klappt und klappert er genung,
Verdrießlich anzuhören;
Doch wagt es weder alt noch jung
Ihm in das Nest zu stören."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Storchenfreunde ....
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Geschrieben von Onkeluwe am Sunday, 01.March. @ 00:00:00 CET (388 mal gelesen)
(mehr... | 494 mehr Zeichen | Kommentare? | Blödsinniges | Punkte: 0) |
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Gedichte: Die wandelnde Glocke
Es war ein Kind, das wollte nie
Zur Kirche sich bequemen,
Und sonntags fand es stets ein Wie,
Den Weg ins Feld zu nehmen.
Die Mutter sprach: "Die Glocke tönt,
Und so ist dir's befohlen,
Und hast du dich nicht hingewöhnt,
Sie kommt und wird dich holen."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Folgsamen ....
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Geschrieben von Onkeluwe am Thursday, 01.November. @ 00:00:00 CET (709 mal gelesen)
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Gedichte: Der Totentanz
Onkel Uwe schreibt "Der Türmer, der schaut zumitten der Nacht
Hinab auf die Gräber in Lage:
Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht,
Der Kirchhof, er liegt wie am Tage.
Da regt sich ein Grab und ein anderes dann:
Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann,
In weißen und schleppenden Hemden."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Toten ....
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Geschrieben von Onkeluwe am Wednesday, 01.November. @ 00:00:00 CET (600 mal gelesen)
(mehr... | 2365 mehr Zeichen | Kommentare? | Gedichte | Punkte: 0) |
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Epen: Die Braut von Korinth
Onkel Uwe schreibt "Nach Korinthus von Athen gezogen
kam ein Jüngling, dort noch unbekannt.
Einen Bürger hofft er sich gewogen;
beide Väter waren gastverwandt,
hatten frühe schon
Töchterchen und Sohn
Braut und Bräutigam voraus genannt."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Liebesliedenden ...
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Geschrieben von Onkeluwe am Tuesday, 19.September. @ 00:00:00 CEST (634 mal gelesen)
(mehr... | 8073 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Gedichte: Der Schatzgräber
Bolle schreibt "Arm am Beutel, krank am Herzen,
Schleppt ich meine langen Tage.
Armut ist die größte Plage,
Reichtum ist das höchste Gut!
Und, zu enden meine Schmerzen,
Ging ich, einen Schatz zu graben.
Meine Seele sollst du haben!
Schrieb ich hin mit eignem Blut."
Notiz: Liebe Grüsse an alle Schatzgräber ...
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Geschrieben von Onkeluwe am Saturday, 29.April. @ 00:00:00 CEST (702 mal gelesen)
(mehr... | 1517 mehr Zeichen | 1 Kommentar | Gedichte | Punkte: 5) |
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Gedichte: Hochzeitslied
Im Schlafgemach, fern von dem Feste,
sitzt Amor dir getreu und wacht,
daß nicht die List mutwill'ger Gäste
das Brautbett dir unsicher macht.
Er harrt auf Dich. Der Fackel Schimmer
umglänzt ihn, und ihr flammend Gold
treibt Weihrauchdampf, der durch das Zimmer
in wollustvollen Wirbeln rollt.
Notiz: Liebe Grüße an alle Hochzeits-Paare ...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Wednesday, 13.July. @ 00:00:00 CEST (764 mal gelesen)
(mehr... | 1078 mehr Zeichen | Kommentare? | Gedichte | Punkte: 0) |
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Gedichte: Musen und Grazien in der Mark
bolle schreibt "O wie ist die Stadt so wenig;
Laßt die Maurer künftig ruhn!
Unsre Bürger, unser König
Könnten wohl was Bessers tun.
Ball und Oper wird uns töten;
Liebchen, komm auf meine Flur,
Denn besonders die Poeten,
Die verderben die Natur."
Notiz: Liebe Grüße allen Brandenburgern...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Wednesday, 30.June. @ 00:00:00 CEST (596 mal gelesen)
(mehr... | 2100 mehr Zeichen | Kommentare? | Gedichte | Punkte: 0) |
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Lieder: Bundeslied
kalle schreibt "1. In allen guten Stunden,
Erhöht von Lieb und Wein,
Soll dieses Lied verbunden
Von uns gesungen sein!
|: Uns halt der Gott zusammen,
Der uns hierher gebracht,
Erneuert unsre Flammen,
Er hat sie angefacht. :| "
Notiz: Liebe Grüße an alle Bundesgenossen...
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Geschrieben von 0-baer am Wednesday, 05.May. @ 00:00:00 CEST (656 mal gelesen)
(mehr... | 1404 mehr Zeichen | Kommentare? | Lieder | Punkte: 2) |
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Gedichte: Der Totentanz
hilde23 schreibt "Der Türmer, der schaut zu mitten der Nacht
Hinab auf die Gräber in Lage;
Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht:
Der Kirchhof, er liegt wie am Tage.
Da regt sich ein Grab und ein anderes dann:
Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann,
in weißen und schleppenden Hemden."
Notiz: Liebe Grüße an alle Türmer...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Thursday, 08.April. @ 00:00:00 CEST (690 mal gelesen)
(mehr... | 2432 mehr Zeichen | 2 Kommentare | Gedichte | Punkte: 0) |
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Epen: FAUST - Der Tragödie erster Teil (5)
hilde23 schreibt "Walpurgisnacht
Harzgebirg
Gegend von Schierke und Elend
FAUST. MEPHISTOPHELES.
MEPHISTOPHELES.
Verlangst du nicht nach einem Besenstiele? 3835
Ich wünschte mir den allerderbsten Bock.
Auf diesem Weg sind wir noch weit vom Ziele.
"
Notiz: Liebe Grüße an alle Geretteten....
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Geschrieben von Onkel Uwe am Monday, 01.March. @ 23:21:11 CET (922 mal gelesen)
(mehr... | 42919 mehr Zeichen | 17 Kommentare | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: FAUST - Der Tragödie erster Teil (4)
hilde23 schreibt "Wald und Höhle
FAUST allein.
FAUST.
Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles,
Warum ich bat. Du hast mir nicht umsonst
Dein Angesicht im Feuer zugewendet.
Gabst mir die herrliche Natur zum Königreich, 3220
Kraft, sie zu fühlen, zu genießen. Nicht
Kalt staunenden Besuch erlaubst du nur,
Vergönnest mir, in ihre tiefe Brust,
Wie in den Busen eines Freunds, zu schauen.
Du führst die Reihe der Lebendigen 3225
Vor mir vorbei, und lehrst mich meine Brüder
Im stillen Busch, in Luft und Wasser kennen."
Notiz: Liebe Grüße an alle Selbstlosen...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Monday, 01.March. @ 23:19:42 CET (591 mal gelesen)
(mehr... | 29721 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: FAUST - Der Tragödie erster Teil (3)
hilde23 schreibt "Hexenküche
Auf einem niedrigen Herde steht ein großer Kessel über dem Feuer. In dem Dampfe, der davon in die Höhe steigt, zeigen sich verschiedene Gestalten. Eine MEERKATZE sitzt bei dem Kessel und schäumt ihn und sorgt, daß er nicht überläuft. Der MEERKATER mit den Jungen sitzt darneben und wärmt sich. Wände und Decke sind mit dem seltsamsten Hexenhausrat ausgeschmückt.
FAUST. MEPHISTOPHELES.
"
Notiz: Liebe Grüße an alle Hexen...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Monday, 01.March. @ 23:11:26 CET (675 mal gelesen)
(mehr... | 51302 mehr Zeichen | 16 Kommentare | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: FAUST - Der Tragödie erster Teil (2)
hilde23 schreibt "MEPHISTOPHELES.
Ich salutiere den gelehrten Herrn! 1325
Ihr habt mich weidlich schwitzen machen.
FAUST.
Wie nennst du dich?
MEPHISTOPHELES.
Die Frage scheint mir klein
Für einen, der das Wort so sehr verachtet,
Der, weit entfernt von allem Schein
Nur in der Wesen Tiefe trachtet. 1330
"
Notiz: Liebe Grüße an alle Leipziger...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Monday, 01.March. @ 23:06:24 CET (615 mal gelesen)
(mehr... | 52249 mehr Zeichen | 17 Kommentare | Epen | Punkte: 5) |
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Epen: FAUST - Der Tragödie erster Teil (1)
hilde23 schreibt "Zueignung.
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.
"
Notiz: Liebe Grüße an alle Mephistolischen...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Monday, 01.March. @ 22:58:15 CET (548 mal gelesen)
(mehr... | 64080 mehr Zeichen | 17 Kommentare | Epen | Punkte: 5) |
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Gedichte: Wirkung in die Ferne
kalle schreibt "Die Königin steht im hohen Saal,
Da brennen der Kerzen so viele;
Soe spricht zum Pagen: "Du läufst einmal
Und holst mir den Beutel zum Spiele.
Er liegt zur Hand
Auf meines Tisches Rand."
Der Knabe, der eilt so behende,
War bald an Schlosses Ende."
Notiz: Liebe Grüße allen Begnadeten...
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Geschrieben von Onkel Uwe am Tuesday, 11.March. @ 00:00:00 CET (289 mal gelesen)
(mehr... | 1989 mehr Zeichen | Kommentare? | Gedichte | Punkte: 0) |
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Gedichte: Das Göttliche
Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.
Notiz: Liebe Grüsse an alle Göttlichen....
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Geschrieben von Onkel Uwe am Friday, 03.January. @ 00:00:00 CET (277 mal gelesen)
(mehr... | 1866 mehr Zeichen | Kommentare? | Gedichte | Punkte: 5) |
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Epen: Reinicke Fuchs 11. Gesang
Isegrim klagte, der Wolf, und sprach: Ihr werdet
verstehen! Reineke, gnädiger König, so wie er immer ein Schalk
war, Bleibt er es auch und steht und redet schändliche
Dinge, Mein Geschlecht zu beschimpfen und mich. So hat er mir
immer, Meinem Weibe noch mehr, empfindliche Schande
bereitet. So bewog er sie einst, in einem Teiche zu
waten Durch den Morast und hatte versprochen, sie solle des
Tages Viele Fische gewinnen; sie habe den Schwanz nur ins
Wasser Einzutauchen und hängen zu lassen: es würden die
Fische Fest sich beißen, sie könne selbviert nicht alle
verzehren.<
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 17:17:15 CEST (366 mal gelesen)
(mehr... | 15389 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 10. Gesang
O mein König! sagte darauf der listige Redner: Laßt mich,
edelster Fürst, vor meinen Freunden erzählen, Was Euch alles von
mir an köstlichen Dingen bestimmt war. Habt Ihr sie gleich nicht
erhalten, so war mein Wille doch löblich. Sage nur an, versetzte
der König: und kürze die Worte.
Glück und Ehre sind hin! Ihr werdet alles erfahren, Sagte
Reineke traurig. Das erste köstliche Kleinod War ein Ring; ich
gab ihn Bellynen, er sollt ihn dem König Überliefern. Es war auf
wunderbarliche Weise Dieser Ring zusammengesetzt und würdig, im
Schatze Meines Fürsten zu glänzen, aus feinem Golde
gebildet.
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 17:15:09 CEST (389 mal gelesen)
(mehr... | 17983 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 9. Gesang
Reineke war nach Hofe gelangt, er dachte die
Klagen Abzuwenden, die ihn bedrohten. Doch als er die
vielen Feinde beisammen erblickte, wie alle standen und
alle Sich zu rächen begehrten und ihn am Leben zu
strafen, Fiel ihm der Mut; er zweifelte nun, doch ging er mit
Kühnheit Grade durch alle Baronen, und Grimbart ging ihm zur
Seite. Sie gelangten zum Throne des Königs, da lispelte
Grimbart: Seid nicht furchtsam Reineke, diesmal; gedenket: dem
Blöden Wird das Glück nicht zuteil, der Kühne sucht die Gefahr
auf Und erfreut sich mit ihr; sie hilft ihm wieder
entkommen.<
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 17:12:30 CEST (357 mal gelesen)
(mehr... | 14493 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 8. Gesang
Weiter gingen sie nun zusammen über die Heide, Grimbart und
Reineke, grade den Weg zum Schlosse des Königs. Aber Reineke
sprach: Es falle, wie es auch wolle, Diesmal ahndet es mir, die
Reise führet zum besten. Lieber Oheim, höret mich nun! Seitdem
ich zum letzten Euch gebeichtet, verging ich mich wieder in
sündigem Wesen; Höret Großes und Kleines, und was ich damals
vergessen.
Von dem Leibe des Bären und seinem Felle verschafft ich Mir
ein tüchtiges Stück; es ließen der Wolf und die Wölfin Ihre
Schuhe mir ab; so hab ich mein Mütchen gekühlet. Meine Lüge
verschaffte mir das, ich wußte den König Aufzubringen und hab ihn
dabei entsetzlich betrogen: Denn ich erzählt ihm ein Märchen, und
Schätze wußt ich zu dichten.
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 16:27:12 CEST (361 mal gelesen)
(mehr... | 12729 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 7. Gesang
Und nun sah man den Hof gar herrlich bestellt und
bereitet, Manche Ritter kamen dahin; den sämtlichen
Tieren Folgten unzählige Vögel, und alle zusammen
verehrten Braun und Isegrim hoch, die ihrer Leiden
vergaßen. Da ergötzte sich festlich die beste Gesellschaft, die
jemals Nur beisammen gewesen; Trompeten und Pauken
erklangen, Und den Hoftanz führte man auf mit guten
Manieren. Überflüssig war alles bereitet, was jeder
begehrte. Boten auf Boten gingen ins Land und luden die
Gäste, Vögel und Tiere machten sich auf, sie kamen zu
Paaren, Reiseten hin bei Tag und bei Nacht und eilten zu kommen.
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 16:23:33 CEST (391 mal gelesen)
(mehr... | 19609 mehr Zeichen | 1 Kommentar | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 6. Gesang
So gelangte Reineke wieder zur Gnade des Königs. Und es trat
der König hervor auf erhabene Stätte, Sprach vom Steine herab und
hieß die sämtlichen Tiere Stille schweigen; sie sollten ins Gras
nach Stand und Geburt sich Niederlassen. Und Reineke stand an der
Königin Seite; Aber der König begann mit großem Bedachte zu
sprechen:
Schweiget und höret mich an, zusammen Vögel und Tiere, Arm'
und Reiche, höret mich an, ihr Großen und Kleinen, Meine Baronen
und meine Genossen des Hofes und Hauses! Reineke steht hier in
meiner Gewalt; man dachte vor kurzem, Ihn zu hängen, doch hat er
bei Hofe so manches Geheimnis Dargetan, daß ich ihm glaube und
wohlbedächtlich die Huld ihm Wieder schenke. So hat auch die
Königin, meine Gemahlin, Sehr gebeten für ihn, so daß ich ihm
günstig geworden, Mich ihm völlig versöhnet und Leib und Leben
und Güter Frei ihm gegeben. Es schützt ihn fortan und schirmt ihn
mein Friede;
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 16:19:28 CEST (397 mal gelesen)
(mehr... | 16161 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 4. Gesang
Als man bei Hofe vernahm, es komme Reineke wirklich, Drängte
sich jeder heraus, ihn zu sehn, die Großen und Kleinen, Wenige
freundlich gesinnt, fast alle hatten zu klagen. Aber Reineken
deuchte, das sei von keiner Bedeutung; Wenigstens stellt' er sich
so, da er mit Grimbart, dem Dachse, Jetzo dreist und zierlich die
hohe Straße daherging. Mutig kam er heran und gelassen, als wär
er des Königs Eigener Sohn und frei und ledig von allen
Gebrechen.
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 16:12:16 CEST (385 mal gelesen)
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Epen: Reinicke Fuchs 3. Gesang
Nun war Hinze, der Kater, ein Stückchen Weges gegangen; Einen
Martins-Vogel erblickt' er von weitem, da rief er: Edler Vogel!
Glück auf. o wende die Flügel und fliege Her zu meiner
Rechten! Es flog der Vogel und setzte Sich zur Linken des Katers,
auf einem Baume zu singen. Hinze betrübte sich sehr, er glaubte
sein Unglück zu hören, Doch er machte nun selber sich Mut, wie
mehrere pflegen. Immer wandert' er fort nach Malepartus, da fand
er Vor dem Hause Reineken sitzen, er grüßt' ihn und
sagte: Gott, der reiche, der gute, bescher Euch glücklichen
Abend!
Notiz: Liebe Grüße an alle Ausredenerfinder.....
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 12.August. @ 16:06:26 CEST (358 mal gelesen)
(mehr... | 15834 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 5) |
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Epen: Reinicke Fuchs 2. Gesang
Also wandelte Braun auf seinem Weg zum Gebirge Stolzen Mutes
dahin, durch eine Wüste, die groß war, Lang und sandig und breit;
und als er sie endlich durchzogen, Kam er gegen die Berge, wo
Reineke pflegte zu jagen; Selbst noch Tages zuvor hatt er sich
dorten erlustigt. Aber der Bär ging weiter nach Malepartus; da
hatte Reineke schöne Gebäude. Von allen Schlössern und
Burgen, Deren ihm viele gehörten, war Malepartus die
beste. Reineke wohnte daselbst, sobald er Übels
besorgte. Braun erreichte das Schloß und fand die gewöhnliche
Pforte Fest verschlossen. Da trat er davor und besann sich ein
wenig; Endlich rief er und sprach: Herr Oheim, seid Ihr zu
Hause? Braun, der Bär, ist gekommen, des Königs gerichtlicher
Bote. Denn es hat der König geschworen, Ihr sollet bei
Hofe Vor Gericht Euch stellen, ich soll Euch holen, damit
Ihr Recht zu nehmen und Recht zu geben keinem verweigert, Oder
es soll Euch das Leben kosten; denn bleibt Ihr dahinten, Ist mit
Galgen und Rad Euch gedroht. Drum wählet das Beste, Kommt und
folget mir nach, sonst möcht es Euch übel bekommen.
Notiz: Johann Wolfgang von Goethe
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Geschrieben von 0-baer am Monday, 05.August. @ 17:31:42 CEST (367 mal gelesen)
(mehr... | 21146 mehr Zeichen | Kommentare? | Epen | Punkte: 0) |
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Epen: Reinicke Fuchs 1. Gesang
Nun, liebe Kinder, der Reineke Fuchs ist sicherlich ein Hauptwerk des ollen Jöthe, mir persönlich hat dieses Werk Lutz Görner (http://www.rezitator.de) wunderbar nahegebracht, eildieweil in der Badewanne höre ich die von ihm besprochene Kassette am liebsten...
Man kann sich übrigens auf seiner Home-Page eine "Bonus-CD" herunterladen und so kostenlos in den Jenuß einiger hervorragend vorjetragener herausragender Jedichte kommen, na wenn dis nischt ist. Hier unter "mehr" jetzt aber der Erste Jesang vom ollen Jöthe seinen Reinicke, viel Spaß für alle Leseratten...
Notiz: Beste Grüße an alle schlauen Füchslein...
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Geschrieben von 0-baer am Sunday, 04.August. @ 19:43:06 CEST (1147 mal gelesen)
(mehr... | 21304 mehr Zeichen | 1 Kommentar | Epen | Punkte: 5) |
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